Ich bin froh, dass ich mir diese Zeitspanne für mein Leben ausgesucht habe!

Schon im vorherigen Beitrag konnte man lesen, dass ich mich mit Ahnenforschung beschäftige. Es läuft recht holprig, denn ich bin Anfänger und weiß nicht so recht, wo ich was suchen soll. Finden hält sich in Grenzen und Ergebnisse sind eher zufällig. Manchmal sogar dann, wenn ich nicht mit den korrekten Daten suche, die mir dann aber im gefundenen Datensatz angezeigt werden.

Herausgefunden habe ich, dass die Männer der väterlichen Linie sich ihre Ehepartnerinnen nicht im nahen Umfeld gesucht haben, sondern diese immer von außerhalb des eigenen Wohnortes kamen.

Noch etwas habe ich gelernt und dafür bin ich dankbar. Aber der Reihe nach.

Mein Uropa
Mein Uropa

Ich habe nur geringe Erinnerungen an meinen Urgroßvater mütterlicherseits. Er wurde mir von meiner Mutter aber immer als leuchtendes Beispiel genannt, wenn es darum ging, sich einer Schwierigkeit zu stellen und sie zu meistern.

Aus irgendeinem Grund habe ich mit ihm begonnen. Ende 1800 geboren, muss er einige Geschwister gehabt haben.
Denn er meldete sich freiwillig, um die Not zu Hause etwas zu lindern, als Soldat, wurde nach China zum Boxer-Aufstand verschifft und hat dort gekämpft. Da war er 16 Jahre alt. Heute ist man da in der Pubertät.
1914 kam es zum 1. Weltkrieg, den er ebenfalls miterlebt hat, des Weiteren den 2. Weltkrieg.

Mein Opa väterlicherseits hat den 1. und den 2. Weltkrieg erlebt.

Mein Vater war 12 Jahre alt, als der 2. Weltkrieg ausbrach.
Mitten in der Pubertät wurde er gezwungen, sich in einer kriegerischen Welt zurechtzufinden und zu versuchen zu überleben. Das hat er geschafft!

Ich werde dieses Jahr 66 Jahre alt und haben keinen Krieg erleben müssen.
Man kann sagen, dass ich mir das richtige Zeitfenster für mein Leben ausgesucht habe. Überlege ich, was meine Vorfahren mitmachen mussten, so weiß ich zwar, dass ich deren traumatische Erlebnisse auch in mir ihren Niederschlag gefunden haben, ich mich aber mehr als glücklich schätzen kann, dass ich keinen Krieg erleben musste.

Meine Probleme im Vergleich zu meinen Ahnen eher klein und lösbar sind, auch wenn sie mir manches Mal fast unlösbar erschienen, ich schier verzweifelt bin und mir gewünscht habe, dass das Licht am Ende des Tunnels die Lok ist, die mich von allen Problemen befreit.

Ein so großes Glück, wie es mich durch mein Leben begleitet, hätte ich auch meinen Vorfahren gewünscht und wünsche es allen Menschen, die auf diesem Erdball leben.

 

 

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