Piktogramme

Piktogramme

Piktogramme und Symbole bestimmen das Leben in unserer hektischen Zeit. Schnell und schneller und immer schneller prasseln die Informationen auf uns ein.

Verwirrend und nervend werden wir in vielen verschiedenen Arten und Weisen mit Formen, Kurzinfos und Musik bombardiert, ohne uns dagegen wehren zu können.

Allgemein ist die Hast, weil jeder auf der Flucht vor sich selbst ist.
– Friedrich Nietzsche

Hektik weist auf ein krankes Gemüt. Hauptmerkmal eines geordneten Verstandes ist Beharrungsvermögen und die Fähigkeit, mit sich selbst umgehen zu können.
– Lucius Annaeus Seneca

Schreibpause

Schreibpause

Im Zeitalter von E-Mail und SMS ist das Schreiben in ein Heft oder ein solches Buch eine Seltenheit geworden. Schreiben mit der Hand, ordnen der Gedanken, genaues formulieren und zu sich finden, verschmelzen bei einer solchen Tätigkeit miteinander und ineinander.

Wenn ich etwas sage, verliert es sofort und endgültig die Wichtigkeit, wenn ich es aufschreibe, verliert es sie auch immer, gewinnt aber manchmal eine neue.
– Franz Kafka

Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt. Wir fällen sie und verwandeln sie in Papier, um unsere Leere darauf auszudrücken.
– Khalil Gibran

Informationen

Informationen

Die heutigen Kommunikationsmittel erlauben es dem modernen Staatsbürger, sich über alles zu informieren, ohne irgendetwas zu verstehen.
– Nicolás Gómez Dávila

Was nützt die beste Informationstechnik, wenn sich die Menschen nichts zu sagen haben?
– Reinhard Schrutzk

Entspannung und Handeln

Gepard

Erfolgreiches Handeln erfordert Entspannung. Sie sollte sich aber nicht in einem „In-sich-Zusammenfallen“ von Körper oder Bewußtsein manifestieren, sondern eher der wachsamen Geschmeidigkeit einer Katze ähneln. Wachsame Geschmeidigkeit beinhaltet das für die jeweilige Situation erforderliche Maß an lebenspendender, als Tonus bezeichneter Spannung.

– Dennis Lewis

Sonnenstrahlen im Herbst

Herbstende

Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
Dränge sie zur Vollendung hin und jage
Die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
Und wird in den Alleen hin und her
Unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)