Unendliche Weite

Strand, Meer und Himmel auf Sylt im Naturschutzgebiet Ellenbogen

Ellenbogen, Sylt

Wir können bei der Betrachtung des Weltgebäudes, in seiner weitesten Ausdehnung, uns der Vorstellung nicht erwehren, daß dem Ganzen eine Idee zum Grunde liege, wornach Gott in der Natur, die Natur in Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit, schaffen und wirken möge.
– Johann Wolfgang von Goethe

Bunte Herbsttafel.

Erntezeit


 
Lieblich ist des Mädchens Blick, der winket;
Trinkers Blick ist lieblich, eh er trinket,
Gruß des Herren, der befehlen konnte,
Sonnenschein im Herbst, der dich besonnte.
Lieblicher als alles dieses habe
stets vor Augen, wie sich kleiner Gabe
dürftge Hand so hübsch entgegen dränget,
zierlich dankbar, was du reichst empfänget.
Welch ein Blick! Ein Gruß! Ein sprechend Streben!
Schau es recht, und du wirst immer geben.“
– Johann Wolfgang von Goethe
 

Der Frühling ist schon zu ahnen

Noch hängt die Frucht am Strauch — der Früh­ling ist schon zu sehen!

Manchmal sieht unser Schicksal aus wie ein Fruchtbaum im Winter. Wer soll bei dem traurigen Ansehn desselben wohl denken, dass diese starren Äste, diese zackigen Zweige im nächsten Frühjahr wieder grünen, blühen, sodann Früchte tragen können?

– Johann Wolfgang von Goethe

Schönes Lichtspiel

Schönes Lichtspiel

Farben und Licht stehen zwar untereinander in dem genausten Verhältnis, aber wir müssen uns beide als der ganzen Natur angehörig denken: denn sie ist es ganz, die sich dadurch dem Sinne des Auges besonders offenbaren will.

– Johann Wolfgang von Goethe

Dem Himmel nah!

Dem Himmel nah!

Die Meister beobachten die Welt,
vertrauen aber ihrer inneren Sehkraft.
Sie lassen die Dinge kommen und gehen.
Ihr Herz ist offen wie der Himmel.
– Laotse

Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein;
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!
– Johann Wolfgang von Goethe