Was wir heute tun …

Platane

König Anoschirwan, den das ganze Volk auch den Gerechten nannte, wandelte einst zur Zeit, als der Prophet Mohammed geboren wurde, durch sein Reich.

Auf einem sonnenbeschienenen Hang sah er einen ehrwürdigen alten Mann mit gekrümmtem Rücken arbeiten. Gefolgt von seinem Hofstaat trat der König näher und sah, daß der Alte kleine, gerade ein Jahr alte Stecklinge pflanzte.

„Was machst du da“, fragte der König. „Ich pflanze Nußbäume“, antwortete der Greis. Der König wunderte sich: „Du bist schon so alt. Wozu pflanzt du dann Stecklinge, deren Laub du nicht sehen, in deren Schatten du nicht ruhen und deren Früchte du nicht essen wirst?“

Der Alte schaute auf und sagte: „Die vor uns kamen, haben gepflanzt, und wir konnten ernten. Wir pflanzen nun, damit die, die nach uns kommen, ernten können.“

– Was wir heute ernten, sind die Früchte des Denkens und Handelns von gestern. Und was wir heute denken, entdecken, erfinden, entwickeln und tun, wird wiederum das Schicksal der Menschen bestimmen, die nach uns kommen …/

Alles, was wir heute tun, wird die Zukunft bestimmen. Wenn wir die Erde und das Leben auf der Erde schützen, werden wir der nächsten Generation eines der größten Wunder des Universums weitergeben können: unseren blauen Planeten. In Milliarden und Abermilliarden Galaxien des Weltraums konnte bisher nichts Vergleichbares entdeckt werden. –

– unbekannt