Seerose

Seerose

Seerose

Wasserrose
Im waldgeschützten Grunde
ein stiller Weiher ruht,
Von Abendsonnenstrahlen
glimmt rosigroth die Fluth,
Viel breite glänzende Blätter,
die schwimmen auf dem Teich
Und träumend schließt die Krone
die Wasserrose bleich.
– Gaudy, Franz Bernhard Heinrich Wilhelm Freiherr von
(19.4.1800 – 1840)

Andrang wie beim Winterschlussvberkauf

Möwentreffpunkt am Rhein in Rodenkirchen

Möwentreffpunkt

Möwe Jonathan
Der ganze Körper ist von einer Flügelspitze zur anderen nichts anderes als Gedanke. Geist in sichtbarer Gestalt. Durchbrecht die Beschränktheit eures Denkens, und ihr zerbrecht damit auch die Fesseln des Körpers.

– Richard Bach

Die Natur erschafft Kunst!

Wasserbild

Wassermalerei – Kleine Brücke Munkmarsch, Sylt

Wasser

Alles still ringsum –
Die Zweige ruhen, die Vögel sind stumm.
Wie ein Schiff, das im vollen Gewässer brennt,
Und das die Windsbraut jagt,
So durch den Azur die Sonne rennt
Und immer flammender tagt.

 Natur schläft – ihr Odem steht,
Ihre grünen Locken hangen schwer,
Nur auf und nieder ihr Pulsschlag geht
Ungehemmt im heiligen Meer.
Jedes Räupchen sucht des Blattes Hülle,
Jeden Käfer nimmt sein Grübchen auf;
Nur das Meer liegt frei in seiner Fülle
Und blickt zum Firmament hinauf.

 In der Bucht wiegt ein Kahn,
Ausgestreckt der Fischer drin,
Und die lange Wasserbahn
Schaut er träumend überhin.
Neben ihm die Zweige hängen,
Unter ihm die Wellchen drängen,
Plätschernd in der blauen Flut
Schaukelt seine heiße Hand:

 »Wasser«, spricht er, »Welle gut,
Hauchst so kühlig an den Strand.
Du, der Erde köstlich Blut,
Meinem Blute nah verwandt,
Sendest deine blanken Wellen,
Die jetzt kosend um mich schwellen,
Durch der Mutter weites Reich,
Börnlein, Strom und glatter Teich,
Und an meiner Hütte gleich
Schlürf ich dein geläutert Gut,
Und du wirst mein eignes Blut,
Liebe Welle, heilge Flut!« –

 Leise plätschernd schläft er ein
Und das Meer wirft seinen Schein
Um Gebirg und Feld und Hain;
Und das Meer zieht seine Bahn
Um die Welt und um den Kahn.

Annette von Droste-Hülshoff