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Wer bremst, verliert und andere Erlebnisse auf dem Rad.

Posted in Fahrrad, Köln, Nachdenkliches, Polizei, Rodenkirchen, Standpunkt, and Verkehr

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Wer bremst, verliert, scheint das Motto mancher Autofahrer zu sein. So kam es mir zumindest vor, als ich heute aus dem Weißer Bogen kommend, den Auenweg Richtung Rodenkirchen mit dem Rad befuhr.

Eine ruhige Straße mit Baumbestand, die ich gerne fahre, wenn es sehr sonnig ist. Wie immer fuhr ich mit Licht, sodass ich auch in der beschatteten Straße gut zu erkennen war. Links und rechts parken immer mal wieder Autos, die den wenigen Verkehr noch einmal verlangsamen. Zumindest dann, wenn sich zwei PKWs begegnen. Ich fuhr als die leicht ansteigende Straße hoch, hielt den Abstand von ca. 1,5 m zu den dort parkenden Fahrzeugen ein, denn es kann ja immer mal plötzlich eine Türe aufgehen. Von Rodenkirchen kommend sah ich ein Fahrzeug, das mir entgegenkam. Wow, dachte ich noch, der hat aber eine ganz schöne Geschwindigkeit drauf.

Kaum hatte ich das zu Ende gedacht, war er auch schon kurz vor mir. Auch auf seiner Seite parkten Fahrzeuge und ich dachte, der bremst jetzt ab. Ich musste noch an zwei PKWs vorbei, dann hatte er die ganze verbleibende Fahrbahn für sich.

Pustekuchen! Kein Bremsen, sondern mit unvermittelter Geschwindigkeit ging es geradeaus weiter. Den Blick stier nach vorne gerichtet, als würde er mich gar nicht sehen. Der Außenspiegel des Fahrzeuges berührte fast meinen Lenker. Zum Ausweichen wäre es zu spät gewesen und so stieß ich, als er an mir vorbei war, den angehaltene Atem wieder aus. Er, der Fahrer des PKW war übrigens eine Frau, wie ich erkennen konnte, als ich fast gestreift wurde. Mir vollkommen unverständlich, wie man so fahren kann. Die Fahrerin hätte die Geschwindigkeit nur geringfügig verringern müssen und ich hätte die Fahrzeuge überholt gehabt.

Die Vorgaben werden im Grunde in Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung definiert und sind eindeutig:

§ 1

Grundregeln

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Es mag sein, dass manche Autofahrer den Abstand aus ihrem Fahrzeug heraus nicht richtig abschätzen können, was ich eigentlich kaum glauben kann. Spätestens als Fußgänger merkt man, wie unangenehm es ist, wenn ein Auto zu nahe an einem vorbeifährt oder zu schnell auf einen zukommt.

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