Paul und Paula und die Beute Störtebekers – Band 2 erscheint bald

Paul und Paula melden sich zurück

Wer Band eins gelesen hat, kennt die beiden schon: Paul und Paula, neun Jahre alt, in einer Zeit verschwunden, die sie eigentlich nichts angeht – das Hamburg des Jahres 1400, mitten zwischen Likedeelern, Vitalienbrüdern und einem Mann namens Cord, der mehr weiß, als er sagt. Die Geschichte endete, wie Kinderbücher gern enden: mit dem Versprechen, dass nicht alles erzählt war.

Jetzt ist es soweit. Band zwei trägt den Titel Paul und Paula und die Beute Störtebekers, und er steht kurz vor dem Erscheinen.

Worum es geht – und worum nicht

Klaus Störtebeker ist eine dieser Figuren, die seit Jahrhunderten zwischen Volksheld und Verbrecher hin und her geschoben werden. In Band eins habe ich mich klar entschieden: kein romantischer Pirat, kein verkleideter Robin Hood der Nordsee, sondern ein Mann, dessen Geschäft das Plündern war. Daran hält sich auch Band zwei.

Aber: Was er hinterlassen hat, das treibt seit über sechshundert Jahren die Fantasie um. Es gibt Sagen von vergrabenem Silber, von versenkten Truhen, von Münzen, die irgendwo zwischen Helgoland und der Trave im Schlamm liegen sollen. Paul und Paula stolpern in diese Geschichten hinein – nicht weil sie es darauf anlegen, sondern weil eine alte Sache aus Band eins sie wieder einholt.

Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht.

Erzählen, ohne zu belehren

Was mir bei Band eins wichtig war, gilt auch hier: Kinder spüren sehr genau, wann ihnen eine Geschichte erzählt wird und wann ihnen ein Lehrplan untergeschoben werden soll. Die Hanse, das Mittelalter, die harten Realitäten von Hafen, Handel und Gewalt – das alles steht im Buch, aber es steht da als Welt, nicht als Stoffsammlung.

Die Illustrationen folgen wieder dem gleichen Strich wie in Band eins: lockere Feder- und Tuschezeichnung mit einem leichten Aquarellauftrag. Nichts Glattgebügeltes, nichts auf Hochglanz polierte Kindgerechtheit. Eine Welt, die aussehen darf, wie sie sich anfühlt.

Was sich hinter den Kulissen verändert hat

Band eins habe ich noch in Pages gesetzt – für Band zwei bin ich auf Word umgestiegen, schlicht weil das Format auf Dauer tragfähiger ist und sich die KDP-Vorgaben darin sauberer abbilden lassen. Wer schon einmal ein Buchprojekt durch einen Layoutwechsel geführt hat, weiß, wie viele Stunden in solchen Entscheidungen stecken, die man dem fertigen Buch hinterher nicht ansieht.

Auch bei den Illustrationen deutet sich etwas an. Eine junge Kommunikationsdesignerin hat angeboten, künftige Bände von Hand zu illustrieren. Für Band zwei kommt das noch zu früh, aber die Tür ist offen, und auf längere Sicht ist es genau die Richtung, in die das Projekt soll.

Wann es losgeht

Ein konkretes Erscheinungsdatum nenne ich noch nicht. Die Erfahrung lehrt, dass die letzten Meter beim Selbstverlag länger dauern, als man denkt – Korrekturschleifen, Druckmuster, das ewige Hin und Her zwischen Bildschirm und gedruckter Seite. Aber wir sind nah dran.

Wer Band eins gelesen und gemocht hat, wird sich auf Band zwei freuen. Wer noch nicht, dem sei Paul und Paula und die Likedeeler empfohlen – ohne den Auftakt fehlt der zweiten Geschichte ein Stück Boden unter den Füßen.

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