Wahlalter 16: Reife nach Bedarf – Burmesters Vorstoß

Nach den gewalttätigen Ausschreitungen bei Protesten junger Menschen in Köln und anderen Großstädten hat sich Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) mit einem Gastbeitrag im „Kölner Stadt-Anzeiger“ zu Wort gemeldet. Der erste Teil ist unstrittig: Gewalt gegen Einsatzkräfte ist kein Mittel der politischen Auseinandersetzung, und wer friedlich demonstriert, soll nicht mit denen gleichgesetzt werden, die Proteste missbrauchen. … Weiterlesen

Burmester ein Jahr im Amt: Porträt statt Bilanz

Zum ersten Jahrestag der Vereidigung von Torsten Burmester als Oberbürgermeister von Köln veröffentlichte der Kölner Stadt-Anzeiger ein Stimmungsbild unter der Überschrift „Problemlöser oder Basta-OB?“. Die Überschrift kündigt eine Alternative an. Der Text entscheidet sie nicht. Das liegt weniger an der Sache als an der Bauweise. Eine Überschrift ohne Absender Namentlich zitiert werden fünf Fraktionsvorsitzende. Christiane … Weiterlesen

Pyrotechnik beim 1. FC Köln: Duldung als Betriebskosten

Was die Hand verlässt Der 1. FC Köln zieht seine Linie bei Pyrotechnik dort, wo sie die Hand verlässt. „Alles, was die Hand verlässt, kann einen Menschen treffen“, sagt Philipp Türoff, Sprecher der Geschäftsführung, gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger. Das gelte für die eigenen Farben ebenso wie für die Gäste. Der Umkehrschluss liegt nahe, wird aber … Weiterlesen

Doctolib KI-Assistent: Was im Arztgespräch offen bleibt

Die Titelfrage des FOCUS-Gesprächs mit Doctolib-Deutschlandchef Nikolay Kolev (Ausgabe 45/2026) lautet, ob Doctolib am Ende sei. Die Antwort fällt anders aus als erwartet: Nein, weil die Terminvergabe nie das eigentliche Geschäft gewesen sei. Als Verteidigung ist das bemerkenswert, denn sie beschreibt zugleich, womit Doctolib künftig sein Geld verdienen will – und welche Daten dafür gebraucht … Weiterlesen

Gen Z regelt in Köln: Die Deutung kommt vor den Fakten

Am vergangenen Samstag gingen bundesweit mehr als 100.000 überwiegend junge Menschen in über 30 Städten für bessere Bildung, soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz sowie gegen eine Wehrpflicht auf die Straße, in Köln mehrere Tausend. Wenige Tage später ist davon in der öffentlichen Debatte kaum noch die Rede. Verhandelt werden Steine, Böller und die Frage, wer sie … Weiterlesen

Gen Z regelt: Der Rahmen stand vor dem Protest

Am 31. Oktober gingen in mehr als 30 Städten junge Menschen für bessere Schulen, ein bezahlbares Leben und gegen die Wehrpflicht auf die Straße. Die Initiative sprach von über 100.000 Teilnehmern, die Polizei in Hamburg zählte in der Spitze rund 6.700. Eine Eigenheit dieses Tages: Der Rahmen war älter als die Demonstration. Er stand Wochen … Weiterlesen

Zuständig sind immer die anderen: Das Himmler-Interview als Lehrstück

Es gibt Interviews, die nichts Neues enthalten und gerade deshalb aufschlussreich sind. Das Gespräch, das ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo mit ZDF-Intendant Norbert Himmler geführt hat, gehört dazu. Es zeigt, wie sich Reformwillen behaupten lässt, ohne dass irgendjemand für Reformen zuständig wäre. Jede Frage hat eine Adresse, nie die eigene Im Interview in der ZEIT Nr. … Weiterlesen

Burmester-Bilanz: Pflaster statt Pläne

Zum Jahrestag seines Amtsantritts am 1. November hat der Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester dem Kölner Stadt-Anzeiger ein Interview gegeben. Es hat den Charakter einer Bilanz, nur fehlt ihm, was eine Bilanz ausmacht: ein Maßstab. Der Maßstab kommt vom Befragten Auf die Eingangsfrage, ob sich das Gefühl eines nicht mehr funktionierenden Köln geändert habe, antwortet Burmester … Weiterlesen

Inklusion: Wie die Förderdiagnose das System blockiert

Ties Rabe, früher Hamburger Schulsenator, erklärt in einer Kolumne beim Deutschen Schulportal, warum die Inklusion in Deutschland kaum vorankommt. Die Eckdaten sind eindeutig: Der Anteil der Schülerinnen und Schüler an Sonderschulen ist seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention nur um 0,8 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent gesunken, über 340.000 Kinder und Jugendliche besuchen weiterhin keine allgemeine Schule. Weniger … Weiterlesen

Schutzstreifen Köln: Farbe auf der Straße, kein Schutz

Eine gestrichelte Linie auf dem Asphalt kostet wenig und sieht nach Verkehrswende aus. Wer wissen will, was sie leistet, muss nicht weit fahren: Im Kölner Süden, etwa auf der Hauptstraße in Rodenkirchen, sind Radstreifen aufgemalt worden, die auf dem Plan nach Infrastruktur aussehen und auf der Straße nach einem Angebot, das niemand sicher nutzen kann. … Weiterlesen