Reform der Alterssicherung: Der Staat und die geplünderten Spardosen

Die Debatte um die Beamtenpensionen, die Bärbel Bas gerade befeuert, krankt an einer Verkürzung. Sie verhandelt eine Stellschraube – sollen Beamte in die Rentenkasse einzahlen? – und übersieht das Getriebe, an dem sie sitzt. Wer über die Alterssicherung von morgen reden will, muss erst verstehen, wie der Staat mit der Vorsorge von gestern umgegangen ist. … Weiterlesen

Frührente abschaffen: Wer profitierte, wer zahlt – und was die Sparrechnung ausblendet

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgerechnet, was die Abschaffung der abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren einbrächte: rund 9,5 Milliarden Euro Entlastung der Staatskasse pro Rentnerjahrgang, dazu ein Beschäftigungspotenzial von 125.000 Vollzeitkräften. Die Zahl macht die Runde, das Reformpaket der Bundesregierung steht an, und die „Rente mit 63″ gilt mal … Weiterlesen

Wirtschaftsweise oder wirtschaftsgewogen? Eine Streichliste ist keine Reform

Es gibt Wörter, die sich mit der Zeit von ihrer Bedeutung lösen. „Reform“ ist so eines geworden. Wer am Mittwoch das Frühjahrsgutachten 2026 des Sachverständigenrats liest oder dessen Zusammenfassung bei FOCUS online, bekommt das vorgeführt. Die Wirtschaftsweisen empfehlen höhere Zuzahlungen, weniger kostenfreie Mitversicherung, schwerer erreichbare Pflegegrade, längeres Arbeiten, gestrichene Entlastungsbeträge. Das ist keine Reform. Das … Weiterlesen

„Reformieren heißt erhalten“ – Rainer Dulger und die Lobby-Sprache

Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), hat sich in einem ausführlichen Interview mit Johanna Apel und Stefan Lange zur Lage der Nation geäußert. Er fordert ein späteres Renteneintrittsalter, das Ende des Acht-Stunden-Tages, ein „flexibleres“ Kündigungsrecht und einen niedrig gehaltenen Industriestrompreis. Außerdem ist er, wie er selbst betont, „generell kein Freund von Subventionen“. … Weiterlesen

Ein Jahr Regierung Merz: Konsum statt Zukunft, Versprechen statt Wirkung

Friedrich Merz versprach beim Amtsantritt Wachstum, und die Bürger sollten es im Sommer 2025 spüren. Dann verschob sich der Zeitpunkt auf den Herbst. Ein Jahr später liegt das Bruttoinlandsprodukt bei einem Zuwachs von gerade einmal 0,5 bis 0,6 Prozent. Wachstum, sagt die frühere Wirtschaftsweise Ulrike Malmendier in einem ZEIT-Interview, sei das nicht. Schocks zur Erklärung … Weiterlesen