Erst wenn man es erklären muss, hat man es verstanden

Warum Weitergeben die beste Art des Lernens ist Es gibt einen Moment, den fast jeder kennt. Man glaubt, eine Sache verstanden zu haben – bis man sie jemandem erklären soll. Plötzlich stockt es. Man merkt, dass man zwar ein Gefühl für das Thema hatte, aber die Worte fehlen, die Reihenfolge stimmt nicht, und an manchen … Weiterlesen

Wann lernt man am besten? Warum Interesse mehr bewirkt als Zwang

Warum Interesse mehr bewirkt als jeder Zwang Man lernt nicht am besten, wenn man lernen muss. Das klingt zunächst verkehrt, denn die meisten von uns haben es genau andersherum gelernt: zu festen Zeiten, mit festem Stoff, ob man wollte oder nicht. Doch wer ehrlich auf sein eigenes Leben schaut, merkt schnell, dass das wenigste davon … Weiterlesen

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht

Warum so viele Eltern heute zu viel wollen – und was Kindern wirklich hilft Eltern wollen heute alles richtig machen. Sie fördern, begleiten und kontrollieren ihre Kinder so viel wie nie zuvor. Ballett, Schwimmkurs, Englisch am Tablet – und das oft schon, bevor das Kind richtig sprechen kann. Dahinter steckt keine Gleichgültigkeit, im Gegenteil. Es … Weiterlesen

Social-Media-Verbot an Grundschulen: Warum Befähigung der bessere Schutz ist

Bildungsexperten des Aktionsrats Bildung fordern ein Verbot sozialer Medien an Grundschulen. Die Gefahren überlagerten im Grundschulalter die möglichen positiven Aspekte, heißt es. Als neues Bildungsziel schlägt das Gremium »mediale Integrität« vor. Man liest das und nickt zunächst – und stutzt dann. Denn die Forderung trägt einen Widerspruch in sich, den sie selbst nicht auflöst. Schule … Weiterlesen

Augenhöhe als Falle – warum Helikopter-Eltern nur die halbe Geschichte sind

In der Frankfurter Rundschau hat Theresa Salmansberger einen Artikel über Helikopter-Eltern veröffentlicht, in dem Prof. Dr. Gabriel Schoyerer von der Katholischen Stiftungshochschule München zu Wort kommt. Schoyerer ist analytisch deutlich präziser als die Inszenierung drumherum: Er beschreibt nicht einfach übergroße Fürsorge, sondern ein bestimmtes pädagogisches Problem. Eltern beziehen ihre Kinder in Entscheidungen ein, denen sie … Weiterlesen

Kompetenzen: Die Schere geht auf – aber anders, als alle denken

Eine neue Analyse des Frankfurter Leibniz-Instituts für Bildungsforschung (DIPF), der Goethe-Universität und der Universität Paderborn hat untersucht, wie sich die digitalen Kompetenzen von Achtklässlern über zehn Jahre hinweg sozial verteilt haben. Das Ergebnis wird derzeit als KI-Alarm vermarktet. Es ist etwas anderes – und etwas Schlimmeres. Die Zahl, die durch die Schlagzeilen geistert Zwischen 2013 … Weiterlesen

Die Reform, die nicht ins Schaufenster passt

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hat in Berlin den Kinderreport 2026 des Deutschen Kinderhilfswerks vorgestellt und das deutsche Bildungssystem zu einer „Art Schicksalsfrage für unsere Nation“ erklärt. Sie will sich messbare Ziele setzen: halb so viele Grundschüler mit mangelnden Mathekenntnissen, halb so viele Schulabbrecher, mehr Spitzenleistungen. „Ich halte das alles für möglich, wenn wir unsere Ressourcen … Weiterlesen

Pubertät unterm Magnetometer – was die Hirnforschung sieht und Pädagogik längst wusste

Im ersten Stock eines Altbaus auf dem Gelände der Berliner Charité steht ein Gerät, das wie eine Trockenhaube beim Friseur aussieht. Sechsundneunzig hochempfindliche Sensoren, die den Gehirnströmen heranwachsender Menschen zuhören sollen — ein optisch gepumptes Magnetometer, modernste Technologie. Tillmann Prüfer hat seine zwölfjährige Tochter Juli darunter gesetzt, als erstes Teenager-Gehirn in dieser Versuchsanordnung, und in … Weiterlesen

Funktionierer statt Lernende – was die Familie leistet

Vor wenigen Wochen erschien in der ZEIT ein bemerkenswert ehrlicher Erfahrungsbericht der Journalistin Annika Joeres. Sie hatte vor Jahren ein Buch über das französische Betreuungssystem geschrieben – voller Bewunderung für ein Land, das Müttern Vollzeit und Karriere ohne schlechtes Gewissen ermöglicht. Nach inzwischen mehreren Jahren mit eigenen Kindern in Südfrankreich revidiert sie diese Sicht. Was … Weiterlesen

Schwarz auf Dunkelblau – warum Medienkompetenz im KI-Zeitalter neu gedacht werden muss

Es muss so um 2005 gewesen sein. Ein Gymnasiallehrer stellte in einer Schulveranstaltung die Ergebnisse seiner Computer-AG vor. Die Schüler hatten Präsentationen erstellt, Websites gebaut, Tabellen formatiert. Stolz. Funktional. Alles lief. Nur: Die Folien waren mit schwarzer Schrift auf dunkelblauem Hintergrund gesetzt. Man konnte praktisch nichts lesen. Ich fragte ihn, ob sie in der AG … Weiterlesen