Augenhöhe als Falle – warum Helikopter-Eltern nur die halbe Geschichte sind

In der Frankfurter Rundschau hat Theresa Salmansberger einen Artikel über Helikopter-Eltern veröffentlicht, in dem Prof. Dr. Gabriel Schoyerer von der Katholischen Stiftungshochschule München zu Wort kommt. Schoyerer ist analytisch deutlich präziser als die Inszenierung drumherum: Er beschreibt nicht einfach übergroße Fürsorge, sondern ein bestimmtes pädagogisches Problem. Eltern beziehen ihre Kinder in Entscheidungen ein, denen sie … Weiterlesen

Die Reform, die nicht ins Schaufenster passt

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hat in Berlin den Kinderreport 2026 des Deutschen Kinderhilfswerks vorgestellt und das deutsche Bildungssystem zu einer „Art Schicksalsfrage für unsere Nation“ erklärt. Sie will sich messbare Ziele setzen: halb so viele Grundschüler mit mangelnden Mathekenntnissen, halb so viele Schulabbrecher, mehr Spitzenleistungen. „Ich halte das alles für möglich, wenn wir unsere Ressourcen … Weiterlesen

Funktionierer statt Lernende – was die Familie leistet

Vor wenigen Wochen erschien in der ZEIT ein bemerkenswert ehrlicher Erfahrungsbericht der Journalistin Annika Joeres. Sie hatte vor Jahren ein Buch über das französische Betreuungssystem geschrieben – voller Bewunderung für ein Land, das Müttern Vollzeit und Karriere ohne schlechtes Gewissen ermöglicht. Nach inzwischen mehreren Jahren mit eigenen Kindern in Südfrankreich revidiert sie diese Sicht. Was … Weiterlesen

Wenn Sparpolitik Bildung ersetzt: Wie Deutschland seine Jüngsten im Stich lässt

In Nordrhein‑Westfalen wurde die flexible Eingangsstufe einst als pädagogischer Fortschritt verkauft. Ein Kind sollte die ersten beiden Schuljahre in ein, zwei oder drei Jahren durchlaufen können – individuell, ohne Sitzenbleiben, ohne Stigmatisierung. Das klang modern, kindgerecht, förderorientiert. Doch die Realität zeigt ein anderes Bild. Und dieses Bild ist nicht auf NRW beschränkt. Es ist ein … Weiterlesen