ARD-Sommerpause: Sport vor Auftrag – die wahre Prioritätenfrage

Caren Miosga ist im Sommerschlaf, Louis Klamroth hat die Badelatschen rausgeholt, Sandra Maischberger verabschiedet sich an diesem Mittwoch in die Pause. Der Tatort schweigt 19 Wochen lang, Rote Rosen verwelken für zweieinhalb Monate, und selbst Sturm der Liebe wird der Republik vorenthalten. Die ARD schickt ausgerechnet ihre beliebtesten und wichtigsten Sendungen in die längste Sommerpause … Weiterlesen

Wenn die Tagesschau zur Pressestelle wird: Der Fall „Klasse 0″

Es gibt eine einfache Probe, ob ein Nachrichtenbeitrag berichtet oder wirbt: Man streicht die rührenden Bilder und prüft, was an Fragen übrig bleibt. Bei der Tagesschau-Geschichte über die „Klasse 0″, ein bundesweites Projekt zur Vorbereitung von Kita-Kindern auf den Schulstart, bleibt erstaunlich wenig übrig. Was bleibt, ist die Erzählung der Initiative selbst, sauber in Bewegtbild … Weiterlesen

Mehrwert auf Rezept: Wenn der Staat bestimmt, was wertvoll ist

Wer abends durch das Programm der öffentlich-rechtlichen Sender schaltet, kennt das Gefühl: Es kommt einem alles schon einmal vorgekommen vor. Nicht weil das Gedächtnis nachlässt, sondern weil tatsächlich vieles eine Wiederholung ist. Dazwischen Quizformate, Trödelshows, Sportübertragungen samt ausgedehntem Vorlauf. Das Programm wirkt wie eine breiige Masse, in der das Eckige, Einmalige, Aufwändige selten geworden ist. … Weiterlesen

Das Kompetenzparadox: ÖRR und Behörden auf Social Media

Wenn die ARD-Tagesschau auf TikTok, Instagram, WhatsApp und über einem Dutzend weiteren Plattformen ausspielt, wenn das nordrhein-westfälische Innenministerium seit Februar 2025 einen WhatsApp-Kanal betreibt und Bezirksregierungen wie Arnsberg eigene WhatsApp-Auftritte einrichten, dann wirkt das auf den ersten Blick wie zeitgemäße Bürgerkommunikation. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich um eine institutionelle Selbstwidersprüchlichkeit, deren Analyse selten geführt … Weiterlesen