Vom Krankenhaus zum Gesundheitszentrum: Warum Sprache wirkt

Wir haben Krankenhäuser. Krankenkassen. Krankenversicherungen. Krankenscheine, Krankschreibungen, Krankengeld, Krankenakten. Unsere gesamte Begriffswelt rund um die Gesundheit kreist um ein einziges Wort – und es ist nicht „Gesundheit“, sondern „Krankheit“. Der Mensch erscheint darin nicht als jemand, der gesund werden will und es im Kern auch kann, sondern als ein Fall, der zu reparieren ist. Das … Weiterlesen

Konsequent zu Ende gedacht: Die BDA-Logik nach oben

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hat der FAZ ihre noch unveröffentlichte Stellungnahme zum Beitragsstabilisierungsgesetz vorab durchgereicht. Der Inhalt liest sich wie ein Lehrstück in selektiver Disziplin: Eine Kontaktgebühr für jeden Arztbesuch soll her, die Selbstbeteiligungsobergrenze von zwei auf drei Prozent des Bruttoeinkommens steigen, das Krankengeld von 70 auf 65 Prozent sinken, die Bezugsdauer von 78 … Weiterlesen

Doppelt zahlen für Gesundheit – die verkehrten Anreize im deutschen System

Wer zahlt, wer profitiert – und wer das System am Laufen hält Es gibt eine Ungerechtigkeit im deutschen Gesundheitssystem, über die kaum jemand spricht. Nicht weil sie verborgen wäre – sondern weil sie so selbstverständlich geworden ist, dass sie niemand mehr als Ungerechtigkeit wahrnimmt. Sie lautet: Wer aktiv für seine Gesundheit sorgt, zahlt doppelt. Wer … Weiterlesen

Honorarkürzung bei Psychotherapeuten – Sparen an der falschen Stelle

Psychotherapeuten müssen eine Honorarkürzung von 4,5 Prozent hinnehmen – und das in einer Zeit, in der der Bedarf an psychotherapeutischer Versorgung unübersehbar groß ist. Die Begründung ist so schlicht wie ernüchternd: Die Kassen müssen sparen. Was auf den ersten Blick wie eine nüchterne Haushaltsentscheidung wirkt, ist bei näherer Betrachtung ein Symptom eines tiefer liegenden Problems. … Weiterlesen