Dance me: Cohen-Ballett in der Philharmonie Köln

Dance me to the end of the Wetterbericht Philharmonie Köln — eine Beobachtung Zwanzig Minuten Feldforschung Wir sind zu früh. Wir sind immer zu früh. Pünktlichkeit ist bei mir ein Sicherheitsabstand von zwanzig Minuten, und der wird eingehalten, notfalls gegen jeden Widerstand. Immerhin bekommen wir dadurch einen Platz im Wartebereich. Das halbrunde Sofa teilen wir … Weiterlesen

Rhein-Niedrigwasser: Warum die Lkw-Ausnahme keine Lösung ist

Eine Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied. Am Rhein lässt sich derzeit besichtigen, was passiert, wenn man jahrelang an den starken Gliedern arbeitet und das schwache unberührt lässt. Das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium hat sich am Freitag für eine befristete Aussetzung des Lkw-Fahrverbots an Sonn- und Feiertagen ausgesprochen. Wegen des historischen Niedrigwassers soll mehr Fracht … Weiterlesen

Stadionausbau Köln: Wer zahlt die Polizei bei 75.000 Plätzen?

Der vom Präsidenten des 1. FC Köln angestrebte Ausbau des Rheinenergiestadions auf 75.000 Plätze wirft neben der Frage nach der Verkehrsanbindung eine zweite auf, die im Interview ebenfalls nicht vorkommt: Wer stellt das Personal, und wer bezahlt es. Der Reflex, ein Drittel mehr Plätze bedeute ein Drittel mehr Gewalt, ist dabei erst einmal zu korrigieren. … Weiterlesen

Stadionausbau Köln: Wer bezahlt die Anreise für 75.000?

Der Präsident des 1. FC Köln, Jörn Stobbe, hat in einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ den Ausbau des Rheinenergiestadions auf 75.000 Plätze zum Ziel erklärt. Die Begründung ist plausibel: Die Warteliste ist lang, die Betriebserlaubnis deckt 50.000 Plätze ab, die Kapazität ist nach Stobbes Worten der Hauptengpass des Vereins. Bemerkenswert ist ein Detail am … Weiterlesen

Kölns Olympia-Luftschlösser: Was Kreuzfeld wirklich kostet

Ein Dopingkontrollzentrum wird zur Kita, die Mensa für Spitzenathleten zur Schule, an den Stadionwänden wächst Gemüse. Die neuen Visualisierungen für den Kölner Stadtteil Kreuzfeld, die im offiziellen Bewerbungs-Booklet von KölnRheinRuhr veröffentlicht wurden, lesen sich wie ein Wettbewerbsbeitrag für nachhaltige Stadtplanung. Auf 30 der 163 Seiten des Booklets entwerfen die Planer ein Quartier für bis zu … Weiterlesen

Elternpakt gegen Smartphones: Wenn Freiwilligkeit die Regelung ersetzt

An der GGS Martinusstraße in Köln-Esch schließen sich Eltern zu einem Pakt zusammen. Ab dem kommenden Schuljahr soll dort das Präventionskonzept „Erst Smart, dann Phone“ der Hamburger Initiative Smarter Start eingeführt werden. Wer mitmacht, verpflichtet sich freiwillig, dem eigenen Kind bis zum Ende der Grundschulzeit kein Smartphone und keine Social-Media-Accounts zu erlauben. Es ist die … Weiterlesen

Olympiabewerbung KölnRheinRuhr: Legitimation und Sportinfrastruktur im Widerspruch

Die Kommunikation rund um den Ratsbürgerentscheid zur Olympiabewerbung KölnRheinRuhr sprach von einem historischen Bürgervotum: 57,4 Prozent der Abstimmenden votierten in Köln mit Ja. Bezogen auf alle Abstimmungsberechtigten der Stadt sind das jedoch nur rund 22,7 Prozent – bei einer Beteiligung von 39,68 Prozent. Die politische Rhetorik verschiebt die Bezugsgröße von den Wahlberechtigten auf die Teilnehmenden … Weiterlesen

Schulabgänger ohne Abschluss: Wenn Individualisierung die Statistik verdeckt

340 Jugendliche haben Köln im vergangenen Jahr ohne Schulabschluss verlassen, 3,5 Prozent der rund 9600 Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs. Landesweit hat sich der Anteil seit 2015 fast verdoppelt, von 2,2 auf 4,2 Prozent. Die Zahlen von IT NRW, über die der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, benennen damit ein Problem, das sich nicht auf Einzelschicksale reduzieren … Weiterlesen

Agrippabad-Sanierung: Was sie über die Kölner Olympiabewerbung verrät

Ein halbes Jahr lang war das Kölner Agrippabad geschlossen. Nicht wegen einer geplanten Sanierung, sondern weil sich bei der Detailplanung herausstellte, dass die Schäden größer waren als angenommen. Seit dem 18. Juli 2026 ist das Bad wieder in Betrieb – allerdings nur, weil die gravierendsten Mängel notdürftig behoben wurden: verklebte Haltepunkte an der Schrägfassade, erneuerte … Weiterlesen

Kölner Dom: Eintrittsgeld zwischen Anspruch und Chaos

Ob der liebe Gott das so will? Seit dem 1. Juli verlangt der Kölner Dom von touristischen Besuchern zwölf Euro Eintritt. Die Bilanz nach den ersten Wochen zeigt ein Institutionenmuster, das weit über Kirchenpolitik hinausweist: die Kluft zwischen offizieller Begründung und gelebter Praxis, die Verweigerung jeder Rechenschaft bis ein günstiger Zeitpunkt gewählt ist, und die … Weiterlesen